VKKD Aktuell
Marien Hospital: Erstes offizielles „Babyfreundliches Krankenhaus“ der Landeshauptstadt
01.12.09
Babyfreundlich sein – eine Selbstverständlichkeit für Kliniken? Nicht wenn es nach den strengen Richtlinien von WHO und UNICEF geht. Nach diesen ist das Marien Hospital Düsseldorf jetzt von der WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus e.V.“ als erstes Krankenhaus der Landeshauptstadt und als achtes in NRW ausgezeichnet worden. Krankenhäuser mit dieser Ehrung verpflichten sich, die Bindung zwischen Eltern und Kind zu schützen und zu fördern. Dazu gehören u. a. der Erstkontakt nach der Geburt, das Stillen und die Integration der gesamten Familie in die Geburtsplanung. Am 25.11.09 erhielt das Haus die Auszeichnung während einer Feierstunde unter Schirmherrschaft von WDR-Reisemoderatorin Tamina Kallert und Prof. Dr. Jörg Baltzer, Ehrenmitglied der WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus e.V.“ in Deutschland.
Das Wichtigste: Bindung zwischen Mutter und Kind
Vera N. hat beide ihrer Kinder im Marien Hospital entbunden. Sofort nach der Geburt hat sie Kontakt zu ihren Babys. „Diese erste Lebensphase ist entscheidend“, erklärt Prof. Dr. Hans-Peter Diemer, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Marien Hospital Düsseldorf. „Unser Ziel ist der intensive natürliche Kontakt zwischen Mutter und Kind. Dadurch entsteht eine feste Bindung, ‚Bonding’ genannt. Und das ist wieder ein gute Voraussetzung für das Stillen“. Vor, während und nach der Geburt kümmert sich in seiner Klinik ein Team aus hoch qualifizierten Hebammen, Stillberaterinnen, Kinderärzten und Gynäkologen um Mutter und Kind. Auch fördere der intensive körperliche Kontakt beim Stillen die Beziehung zwischen Mutter und Kind.
Die Familie ist willkommen – das Stillen auch
„Stillen heißt nicht nur nähren“, weiß WDR-Reisemoderatorin Tamina Kallert, Schirmherrin der Düsseldorfer Auszeichnung und selbst Mutter eines Sohnes. Babyfreundliche Krankenhäuser verwirklichen die Stillrichtlinien nach WHO und UNICEF-Vorgaben und verfügen über entsprechend geschulte Mitarbeiter. Sie halten u.a. ein 24-Stunden Rooming-In-Angebot für die Familienangehörigen vor und bieten so genannte „Stillgruppen“ an. Anderthalb Jahre hat sich das Marien Hospital auf diese Prämierung vorbereitet. Die Jury erstellte ein Gutachten und hat das Haus jetzt offiziell in die Liste Babyfreundlicher Krankenhäuser aufgenommen.
Jury zeichnet aus: Gesamtkonzept überzeugt
Alles Kriterien, die von der WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus e.V.“ zur Voraussetzungen für die Vergabe der Auszeichnung gemacht werden, hat das Marien Hospital Düsseldorf erfüllt. Vor, während und nach der Schwangerschaft gibt es Betreuungs- und Unterstützungsangebote. Der Preis wurde am 25. November in einer Feierstunde überreicht durch Prof. Dr. Jörg Baltzer, Ehrenmitglied der WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus e.V.“ in Deutschland.
Weitere Informationen
„Babyfriendly Hospital Initiative“
UNICEF und WHO haben 1991 die „Babyfriendly Hospital Initiative“ ins Leben gerufen. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, die erste Lebensphase eines Neugeborenen besonders zu schützen. Mit der gemeinsamen Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus" entwickelten sie ein Betreuungskonzept, dem sich 20.000 Geburtskliniken in 150 Ländern weltweit angeschlossen haben. In Deutschland gehört das Marien Hospital jetzt zu den 51 babyfreundlichen Geburts- und Kinderkliniken.
Kontakt VKKD - Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf gGmbH Martin Schicht, Pressesprecher Rochusstraße 2 40479 Düsseldorf Telefon (02 11) 44 00 - 28 45 Telefax (02 11) 44 00 - 28 46 E-Mail schicht@vkkd-kliniken.de www.vkkd-kliniken.de
Aktuell
Haus Katharina Labouré wird zur „Kunsthalle“ - KulturHerbst 2010
„Kunst direkt vor der Haustür“: unter diesem Motto öffnet das Haus Katharina Labouré ab dem 6. Septe...
[mehr]Patientenseminar: Bauchaorten-Aneurysma
Ausweitungen der Hauptkörperschlagader, so genannte Aortenaneurysmen,
sind tickende Zeitbomben, da ...
[mehr]"Die kleine Knochenschule"
Osteoporose: spielerisch und einfach erklärt. In einer Ausstellung ab dem 13.09. im Foyer der St. M...
[mehr]

