Exakt geplant, perfekt anatomisch eingepasst: Roboterarm setzt Kunstknie präzisionsgesteuert ein

Am St. Vinzenz-Krankenhaus verwenden Operateure jetzt als erste in der Region Düsseldorf ein roboterassistiertes Hightech-Verfahren, das völlig neue Qualitätsmaßstäbe an die Versorgung mit Kniegelenksprothesen setzt.

Operiert wird nicht mehr nur knochenschonend, sondern unter Einsatz einer speziellen 3D-Bildgebung und eines Roboterarms. Bereits vor der Operation werden die Knochenschnitte präzise geplant. Der vom Operateur bediente Roboterarm führt diese dann mit höchster Genauigkeit durch, damit die Prothese perfekt angepasst im Knochen sitzt. In Kombination mit dem Rapid Recovery Programm sind Patienten damit schneller wieder selbstständig und mobil. Nachoperationen müssen nur noch deutlich seltener durchgeführt werden.

Weltweit belegen wissenschaftliche Studien: Bis zu 20 Prozent der Patienten, die eine Knieprothese erhalten, sind danach nicht vollkommen zufrieden. Dazu Prof. Dr. med. Christoph Schnurr, Chefarzt der Klinik für Orthopädie am St. Vinzenz-Krankenhaus: „Ungenau eingesetzte Knieprothesen können zu schlechter Beweglichkeit, zu Schmerzen und vorzeitiger Lockerung führen. Ursache dafür: bisher mussten sich selbst erfahrene Operateure bei den Sägeschnitten im Knie sowie bei der Achskorrektur auf ihr Gefühl verlassen. Durch das neue roboterassistierte OP-System MakoTM am Düsseldorfer
St. Vinzenz-Krankenhaus kann dies sicher vermieden werden, da akkurate Planungen vor der OP durch den Roboterarm hochpräzise umgesetzt werden. Hierbei müssen sich Patienten nicht vor einem selbstständig operierenden Roboter fürchten. Operiert wird der Patient von einem erfahrenen Operateur des EndoprothetikZentrums der Maximalversorgung. Der von ihm geführte Roboterarm ermöglicht die perfekte Anpassung der Prothese an das Kniegelenk und vermeidet ungenaue Knochenschnitte.“ Einen wesentlichen Vorteil des Roboters sieht Professor Schnurr aber auch in der erhöhten Patienten­sicherheit: „Durch die hochpräzisen Sägeschnitte werden Weichteile und Bänder sicher geschont, eine Voraussetzung für optimale Beweglichkeit und Stabilität nach der Operation.“

Die MakoTM-Technologie wurde in den USA entwickelt und ist als knochen- und bandschonende Methode seit 2007 im Einsatz. In Deutschland werden derartige Eingriffe bislang nur an ausgewählten 18 Stand­orten durchgeführt, die über einen OP-Roboter verfügen. Weltweit wurden nach Angaben des Herstellers bereits weit über 300.000 Implantate mit Hilfe des MakoTM-Roboters an Knie und Hüfte installiert, davon allein 2.500 im Jahr 2019 in Deutschland.