St. Vinzenz-Krankenhaus setzt auf modernste Technologie – Neuer C-Bogen mit 3D-Bildgebung im Einsatz

Erfahrung und Kompetenz der Ärztinnen und Ärzte definieren in erster Linie die Qualität einer Behandlung im Krankenhaus. Daneben spielt die Medizintechnik, vor allem angesichts des rasanten Fortschritts in ihrer Entwicklung, eine entscheidende Rolle. 

Seit Sommer 2022 hat die Klinik Wirbelsäule & Schmerz des St. Vinzenz-Krankenhaus daher einen mobilen 3D-C-Bogen im Einsatz. Die Klinik unter der Leitung von Chefarzt PD Dr. med. Jörg Herdmann bietet das gesamte Leistungsspektrum der Wirbelsäulentherapie an und führt jährlich über 1.000 operative und über 3.000 mikrotherapeutische Eingriffe durch.

Der neue 3D-C-Bogen trägt in hohem Maße zu noch mehr Präzision bei komplexen Operationen an der Wirbelsäule und bringt auch für erfahrene Wirbelsäulen-Experten eine Vielzahl von Vorteilen mit sich, die den Patienten zugutekommen. Das Gerät hat eine C-Form und kann an dem während einer Operation liegenden Patienten positioniert werden, um während der Operation Scans zu machen. So liefert die 3D-Bildgebung zu jedem Zeitpunkt einer Operation eine klare, dreidimensionale Darstellung und macht selbst feinste anatomische Strukturen sichtbar. Damit kann beispielsweise in Echtzeit kontrolliert werden, ob Schrauben und Implantate optimal sitzen, sodass – falls notwendig – in der gleichen Operation und ohne Zeitverzögerung eine Optimierung vorgenommen werden kann. 

„Unseren Patientinnen und Patienten können wir so oft postoperative CT-Aufnahmen oder im schlimmsten Fall einen erneuten Eingriff ersparen“, so PD Dr. Herdmann. Zudem ermöglicht das neue Gerät, kleinere Schnitte – das bedeutet eine geringere Beeinträchtigung der Weichteile und von benachbarten Strukturen wie Nerven oder Gefäße. Ein hochauflösender Flachdetektor liefert exzellente Bildqualität und ermöglicht 180-Grad-Scans für eine komplette 3D-Aufnahme. PD Dr. Herdmann und sein Team nutzen den 3D-C-Bogen vor allem bei anatomisch komplexen Operationen an der Wirbelsäule mit Verankerungspunkten und Strukturen, die exakt aufgesucht und nicht verletzt werden dürfen.

„Dies ist besonders wichtig bei kindlicher Skoliose mit dünnen Knochenstrukturen für die Verankerung von Schrauben (Pedikeln, also Verbindungen von Wirbelkörper und –bogen), verformten knöchernen Strukturen oder einer Operation an der Halswirbelsäule mit Verletzungsgefahr für das Rückenmark“, so Dr. med. Evangelos Christodoulou, Leitender Arzt für Deformitäten und Wirbelsäule. „Ein weiterer Vorteil der modernsten Technik ist die Kombination sowohl mit intelligenter Navigationssoftware für die optimale Positionierung der Implantate als auch mit dem Neuromonitoring bei Korrekturoperationen. Das bedeutet bessere Kontrolle für den Operateur und mehr Sicherheit für den Patienten“, erklärt PD Dr. Herdmann, der sich mit seinem Team über den „Zuwachs“ im OP freut.