Vorteile der roboterassistierten Chirurgie bei Knie-Endoprothesen

Roboterassistierte Chirurgie für langlebige Knie-Endoprothesen

So viele Fragen von den zahlreichen Zuschauern gab es selten beim „VKKD-Gesundheitsforum“, der Veranstaltungsreihe des VKKD I Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der Rheinischen Post und dem Düsseldorfer Anzeiger. Bei dem moderierten, im Internet live übertragenen Studiogespräch am 30. Juni ging es um roboterassistierte Operationen in der Endoprothetik, speziell beim Einsatz künstlicher Kniegelenke. Hierbei stand nicht nur der Einsatz von hochmodernen Robotern im OP im Fokus, sondern zugleich die sorgsame Vorbereitung und Nachsorge durch Klinik-Expertinnen und -Experten. Denn zum bestmöglichen Ergebnis für den Patienten führt nur das gelungene Zusammenspiel aus eingehender Beratung und gezielter Vorbereitung, präziser Operation mit innovativer Technik und dem „Rapid Recovery-Programm“, das für schnelle Aktivierung und Erholung der Patienten sorgt.

Gesprächspartner von Moderator Frank Naundorf waren Chefarzt Prof. Dr. med. Christoph Schnurr und der Leitende Oberarzt Dr. med. Arndt Ostertag, beide von der Klinik für Orthopädie am St. Vinzenz-Krankenhaus, sowie die Physiotherapeutin Elena Neumann. Anschaulich wurden die Ausführungen der Experten durch vorbereitete Einspieler, die sogar Bilder aus dem OP zeigten und verdeutlichten, wie groß die Vorteile der hochpräzisen Technik sind: „Bei unseren roboter­assistierten Systemen, die vom erfahrenen Operateur und nicht vom Roboter ge­steuert werden, können selbst geringste Ungenauigkeiten vermieden werden. Das schafft nicht nur hohe Stabilität und Langlebigkeit des Gelenks, sondern auch mehr Sicherheit für die Patienten“, erklärte Schnurr. Bisher erhielten mehr als 300 Patienten so ihre Prothese, unabhängig vom Versichertenstatus. Dabei geht es immer um den kleinstmöglichen Eingriff, sehr häufig unter Verwendung so genannter „Schlittenprothesen“, bei denen nur ein Teil des Gelenks ersetzt wird.

Vor dem Chefarzt hatte Arndt Ostertag erklärt, wann und wie die Klinikärzte ins Spiel kommen – zumeist mittels Überweisung eines niedergelassenen Facharztes – und was in der Sprechstunde der Klinik für Orthopädie geschieht. „Wir klären immer zunächst ausführlich auf Basis der Befunde und Untersuchungen, ob konservative Therapien ausgereizt sind“, sagte Ostertag. Er erklärte den Zuschauern auch, wie die Prothesenaus­richtung bereits vor der Operation mittels 3D-Bildgebung präzise geplant wird, bevor der Patient überhaupt im OP ist. Elena Neumann stellte das „Rapid Recovery Programm“ vor, das Patienten schneller wieder mobil macht und sie von Anfang an aktiv in den Genesungsprozess einbezieht. In der Regel stehen die operierten Patienten nur Stunden nach der OP schon wieder auf. Ein Aktivitätspfad in der Klinik hilft bei den Übungen – die schnelle Mobilisierung führt zu weniger Komplikationen wie Thrombosen oder Pneumonien. In der Regel dauert der Klinikaufenthalt nicht länger als drei bis fünf Tage. 

Zu sehen ist der Livestream inklusive der Ausschnitte aus dem vollständigen Behandlungsverlauf unter www.vkkd-gesundheitsforum.de