Pharmazeutisch-medizinische Logistik bedeutet die Summe aller Dienstleistungen, die letztendlich sicherstellen, dass das richtige Arzneimittel bzw. Medizinprodukt für den richtigen Patienten rechtzeitig und in einwandfreier Qualität zur Verfügung steht. Das Logistik-System unserer Zentralapotheke ist in vielerlei Hinsicht innovativ. Wir gehören zu den bundesweit führenden Apotheken.

 

Stationsbedarf

Der Stationsbedarf wird online bestellt, nach Freigabe durch Apotheker durch pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte gepackt, gescannt und verbucht. Anschließend erfolgt die Lieferung in die angeschlossenen Krankenhäuser. Auch die fachgerechte Rückgabe und Gutschrift von Arzneimitteln an die Apotheke wird so bearbeitet.

 

Betäubungsmittelbelieferung

Die Versorgung der Stationen und Funktionseinheiten mit Betäubungsmitteln zur effektiven Schmerzbekämpfung während und nach Operationen sowie bei krankheitsbedingten Schmerzen erfolgt durch die Apotheker der Klinikapotheke. Betäubungsmittel sind besondere Arzneimittel, sie werden separat beliefert und jede Tablette und jede Ampulle wird dabei dokumentiert.

 

Modulversorgung

Einige Stationen erhalten einen besonderen Service: eine Modulversorgung. Hier sind qualifizierte Apothekenmitarbeiterinnen vor Ort, die den Bestellvorgang per Scanner und das Einräumen der Arzneimittel und Medizinprodukte übernehmen. Die Vorteile liegen auf der Hand: das Pflegepersonal wird entlastet, die Arzneimittelversorgung ist sicher, passgenau, qualitativ hochwertig und wirtschaftlich. Dieser Service wird zurzeit ausgebaut.

Zusätzlich werden die Stationen und Funktionseinheiten mit Infusionslösungen, Desinfektionsmitteln, Material zur modernen Wundversorgung und mit Röntgenkontrastmitteln versorgt.

 

Unit-Dose-Versorgung: Patienten-orientierte Versorgung

Die elektronische Arzneimittelversorgung ist der Schlüssel zur Arzneimittel-Therapie-Sicherheit. Deshalb führen wir den Anfang der 1990er Jahre beschrittenen Weg konsequent weiter und haben die Unit-Dose-Versorgung in all unseren Krankenhäusern eingeführt.

Anders als in den meisten Krankenhäusern in Deutschland werden die Medikamente im Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf jeden Tag individuell für jeden Patienten in der Apotheke mit Verblisterungsmaschinen verpackt, maschinell und persönlich kontrolliert und an die Station geliefert. Die Einzelverpackungen werden individuell mit Namen, Geburtsdatum, der Station, dem Medikament inklusive Dosierung und der Einnahmezeit elektronisch beschriftet.

Verwechslungen sind ausgeschlossen, da jedes Medikament durch die Kennzeichnungen bis zur Einnahme zweifelsfrei erkennbar ist.

Und um die Krankenhausentlassung zu erleichtern, erhalten unsere Patienten bei planmäßiger Entlassung außerdem ihre Medikamente bis zum nächstmöglichen Arztbesuch mit nach Haus.

Getreu dem Motto „vier Augen sehen mehr als zwei“ handeln wir täglich im Umgang mit Ihren verordneten Medikamenten. Von der Erfassung Ihrer Hausmedikation bis hin zu Veränderungen aufgrund der Behandlung haben die Ärzte die Arzneimittel stets im Blick. Die Mediziner ordnen entlang etablierter Standards die für den Patienten persönlich beste Medikation an. Jede Anordnung wird im Anschluss von einem unserer Apotheker auf eventuelle Wechselwirkungen oder Gegenanzeigen durch aktuelle Laborwerte, Verträglichkeit etc. geprüft. Dieser Prozess wird gestützt durch die elektronische Medikationssoftware „Meona“, die es uns ermöglicht, jederzeit kurzfristig auf aktuelle Änderungen (z.B. Laborwerte) zu reagieren.