VKKD Aktuell

Aktionsbündnis Patientensicherheit und VKKD bilden Task Force gegen Hacker

Kategorie: VKKD-Gruppe, Patientenveranstaltungen

Digitalisierung und Risikomanagement im Krankenhaus


Die neu gebildete Task Force „Digitalisierung und Risikomanagement“ will Patientendaten und medizinische Geräte im Krankenhaus vor Hackern schützen. Hier beim ersten Arbeitstreffen im Augusta-Krankenhaus mit dem Leiter der VKKD-Medizintechnik, Altfried Inger (Mitte, vorn) und Hardy Müller, Geschäftsführer vom Aktionsbündnis Patientensicherheit (4.v.r.)

Cyberattacken, getarnte Viren oder Erpresser-Trojaner: Krankenhäuser werden zunehmend von Internet-Kriminellen attackiert. Neben den Patientendaten geraten auch medizinische Geräte ins Visier der Hacker und müssen vor unbefugten Zugriffen geschützt werden. Um hier Patienten und ihre Daten noch sicherer zu machen, hat der VKKD | Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf zusammen mit dem Aktionsbündnis Patientensicherheit jetzt eigens zu diesem Zweck eine Task Force gebildet. Ziel ist es, anhand konkreter Risikoszenarien, umfangreiche Schutzschilde für die IT-Sicherheit im Krankenhaus zu entwickeln. Der VKKD ist als Mitglied des Aktionsbündnisses Gastgeber und Mitveranstalter des Arbeitskreises, der sich jetzt erstmals im Augusta-Krankenhaus traf.

Zur Sicherheit von Patienten im Krankenhaus gehören neben wirksamen Hygienemaßnahmen vor allem die OP-Sicherheit und in Zeiten der Digitalisierung zugleich auch der Schutz medizinisch-relevanter Daten und IT-Systeme. Besonders sensibel sind dabei IT-Netze, in die Geräte eingebunden sind, die eine medizinische Versorgung von Patienten sicherstellen sollen. Um hier Risiken zu erkennen und darauf reagieren zu können, trafen sich jetzt erstmals verschiedene Vertreter aus dem Gesundheitswesen (u.a. AOK Bundesverband, Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Bundespsychotherapeutenkammer) im Düsseldorfer Augusta-Krankenhaus. Der Leiter der Medizintechnik im VKKD, Altfried Inger, beschreibt die besondere Verantwortung auf diesem Gebiet: „Mit jedem Entwicklungsschritt der Medizin kommen auch neue Geräte auf den Markt, die wiederum in IT-Systeme eingebunden werden. Um hier einen sicheren und effektiven Schutz für den Patienten und seine Daten aufzubauen, müssen wir uns mit den Risikobereichen beschäftigen, um Sicherheitslücken gar nicht erst entstehen zu lasen."

Die Arbeitsgruppe, in der sich die Teilnehmer austauschen, trägt den Titel „Digitalisierung und Patientensicherheit". Zusammen mit der Unterarbeitsgruppe „Digitalisierung und Risikomanagement“ möchten die Beteiligten bekannte oder neue sensible Bereiche ausfindig machen und Strategien entwickeln, um Daten noch besser gegen Angriffe oder Missbrauch schützen zu können. Gegenstand kritischer Prüfung waren beispielsweise der Austausch von Daten zu Drittanbietern über IT-Netze und Risiken durch cloudbasierten Datenspeicher. Das Arbeitstreffen wird nach einer ersten Runde regelmäßig fortgesetzt. Erste Maßnahmen werden in Kürze unter den Teilnehmern diskutiert und ausgewertet. Ziel ist es, eine Handlungsempfehlung für Krankenhäuser zu erarbeiten.

Jährlich ruft das Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. zu einem bundesweiten Aktionstag auf, der in am 17. September stattfindet. Weitere Informationen unter: http://www.tag-der-patientensicherheit.de/


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