Neuer Anbau am St. Vinzenz-Krankenhaus schafft Platz für fünf OP-Säle: Weg frei für Zusammenlegung mit dem Marienkrankenhaus Kaiserswerth

Nach fast elfmonatiger Bauzeit geht am St. Vinzenz-Krankenhaus Ende Juni der OP-Anbau mit fünf neuen OP-Sälen ans Netz.

Äußerlich setzt das Gebäude als Kubus eingefasst mit einer Fassade aus einer markanten Aluminium-Kupfer-Legierung einen architektonischen Akzent im Stadtbild. Mit dem Neubau ist ein wichtiges Etappenziel in der Zusammenführung der orthopädischen Abteilungen vom Marienkrankenhaus Kaiserswerth mit dem St. Vinzenz-Krankenhaus erreicht. Die Kapazitäten beider Häuser verschmelzen zu einem in der Region Düsseldorf einmaligen Zentrum für Muskuloskelettale Medizin (ZMM).

Der jüngste Baufortschritt am St. Vinzenz-Krankenhaus mit dem neu errichteten OP-Anbau im Vorfeld der Zusammenlegung mit dem Marienkrankenhaus Kaiserswerth steht in der Folge einer langjährig ver­folgten Strategie der medizinischen Schwerpunktbildung im VKKD | Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf. Christian Kemper, Geschäftsführer des St. Vinzenz-Krankenhauses, sieht in der gebün­delten Kompetenz inner­halb eines gemeinsam geführten Zentrums viele Vorteile für Patienten: „Weil wir seit Jahren unsere Behandlungs­schwer­punkte an den einzelnen Standorten fokussieren, profitieren wir bereits von geschaffenen Strukturen und der Logistik inner­halb unseres Verbundes. Dadurch können wir unseren Patienten auf Dauer einen nahe­zu nahtlosen Über­gang mit dem gleichen Behandlungsteam sichern.“

Der Neubau zwischen Jülicher Straße und Schloßstraße setzt zudem architektonisch einen Akzent im Derendorfer Stadtbild. Er korrespon diert mit seiner markanten Fassade in Messingoptik aus einer hochwertigen Aluminium-Kupfer-Legierung vor allem mit dem modernen Erscheinungsbild der nahe gelegenen Hoch­schule Düsseldorf (HSD). Hierzu wurden ca. 600 m² Steckmetall verbaut. Dieses ist als ge­flochtener und lichtdurchlässiger Sicht- und Blendschutz eingerichtet. In den ersten Bauabschnitten seit Sommer 2017 wurden fünf Neubau-OPs (davon zwei ambulante OPs) errichtet, anschließend wurden die Bestands-OPs sa­­niert. Insgesamt fasst das Gebäude auf einer Gesamtnutzfläche von rund 3.000 Quadratmetern fast 13.000 Kubikmeter an Rauminhalt.

Bereits im März dieses Jahres wurde eine komplett sanierte Wahlleistungsstation auf Stationsebene B4 eröffnet. Diese besteht aus 17 Wahlleistungsbetten und fünf Einzelbettzimmern sowie einem zentralen „Pflege­stützpunkt“. Verwaltungsleiter Paul Schneider freut sich über die Wohnqualität mit Hotellerie-Charakter: „Neben der gewohnt hochqualifizierten medizinisch-pflegerischen Versorgung gehört künftig eine hoch­wertige Unter­bringung für den Wahlleistungsbetrieb stärker zum Gesamtbild unseres Kranken­hauses."

Der Umbau weiterer Stationsebenen im Bettenhaus ist geplant, um den Komfort sowie den Leistungs­umfang für orthopädische Patienten weiter anzuheben.

Der OP-Anbau ist die jüngste Umsetzung in einem Gesamtpaket von Baumaßnahmen am St. Vinzenz-Krankenhaus: angefangen von der erweiterten Intensivstation mit dem neuen Aufwachraum und der Fassadenerneuerung bis zur Sanierung einzelner Stationsebenen. Die geschaffenen Kapazitäten stellen die Weiterbehandlung von Patienten aus dem Marienkrankenhaus Kaiserswerth – mit der gesamten ärztlich-pflegerisch-therapeutischen Kompetenz – künftig im St. Vinzenz-Krankenhaus sicher.