AKTUELLES ZUR KARDIOLOGIE, RHYTHMOLOGIE UND HYPERTENSIOLOGIE

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

zum 15. Symposium der Kardiologie des Augusta-Krankenhauses möchten wir Sie sehr herzlich am 11. Juni 2022 in den Industrie-Club Düsseldorf einladen. Ziel des Symposiums ist, ein möglichst breitgefächertes und praxisrelevantes Programm zu den meist diskutierten Themen und wichtigsten aktuellen Entwicklungen in der kardiovaskularen Medizin durch erfahrene Kliniker zu vermitteln.

1. Sitzung: Entzündlich-rheumatische Erkrankungen sind ein eigenständiger kardiovaskulärer Risikofaktor. Prof. Ostendorf, niedergelassener Rheumatologe aus Düsseldorf, wird in seinem Vortrag die Bedeutung der Inflammation als Treiber kardiovaskulärer Erkrankungen bei rheumatischen Erkrankungen zusammenfassen. Die Sklerodermie ist eine Bindegewebserkrankung, die häufig mit einer pulmonalen Hypertonie assoziiert ist und einer wirksamen spezifischen Lungenhochdrucktherapie zugeführt werden kann. Anhand einer Falldemonstration wird Frau Dr. Wolf-Pütz, Leiterin der PAH Ambulanz unserer Klinik, die Diagnostik und Therapie des Lungenhochdrucks nach aktuellen Leitlinien anschaulich vorstellen. Prof. Meier (Bochum) informiert über die Vielfalt der Antidiabetika und die individualisierte Diabetestherapie des Typ 2 Diabetikers. Die ESC-Leitlinie zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen von 2021 geht neue Wege: Individualisierter soll das Management sein, mehr auf den Patienten und seine Bedürfnisse abgestimmt und die gesteckten Ziele sollen einfacher umsetzbar sein. Details und wesentliche Neuheiten werden von Prof. Leschke (Esslingen) in seinem Vortrag vorgestellt.

2. Sitzung: Die neue ESC-Leitlinie und die aktualisierten nationalen Versorgungsleitlinien zum Management der Herzinsuffizienz 2021 sind publiziert und werden zu Beginn der 2. Sitzung vorgestellt. Chronische Nierenerkrankungen gehen in der Regel mit einem relativ langsamen Nierenfunktionsverlust einher. Dadurch bietet sich prinzipiell die Möglichkeit, mit einer effizienten medikamentösen Therapie einzugreifen. Prof. Westhoff (Herne) fasst die Evidenz der neuesten klinischen Studien zur Möglichkeit der Nephroprotektion zusammen. Bei etwa jedem 4. Patienten mit systolischer Herzinsuffizienz ist die Ausbreitung der Erregung im Herzen durch einen Linksschenkelblock gestört, woraus ein asynchroner Kontraktionsablauf und Verschlechterung der LV Funktion resultiert. Die kardiale Resynchronisationstherapie hat sich für diese Patienten fest etabliert. Durch neue Implantationstechniken der linksventrikulären Elektrode (His-Bündel Stimulation, Linksschenkelstimulation) lassen sich die klinischen Ergebnisse weiter verbessern. Dr. Weber (Düsseldorf) wird dies in seinem Vortrag anhand von Fallbeispielen und den neuen Schrittmacherleitlinien 2021 demonstrieren.

3. Sitzung: Bei der Wahl des Antikoagulans bei Vorhofflimmern spielen viele individuelle Faktoren eine Rolle. Über die Differentialtherapie der Antikoagulation und die Möglichkeit der LAA Occluderimplantation bei Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko oder stattgehabter Major-Blutung referiert Prof. Heintzen (Braunschweig). Bei paroxysmalem Vorhofflimmern ist eine erfolgreiche Katheterablation sowohl hinsichtlich Symptomatik als auch Rezidivfreiheit einer chronischen medikamentösen antiarrhythmischen Therapie überlegen. Die Katheterablation sorgt auch bei Patienten mit linksventrikulärer Dysfunktion und Vorhofflimmern für bessere Behandlungsergebnisse. Über die neuen Studienergebnisse und den sich daraus ableitenden Indikationen zur Katheterablation berichtet Dr. Tutdibi aus unserer Klinik. Im klinischen Alltag ist das Auftreten gastro-intestinaler Blutungen unter Antikoagulantien keine Seltenheit. Häufig sind ältere Patienten betroffen. Ein weiterer Risikofaktor für Blutungen stellt die Begleitmedikation dar, vor allem Thrombozytenaggregationshemmer und nicht-steroidale Antirheumatika. Frau Prof. v. Herbay, neue Chefärztin der Inneren Abteilung des St. Vinzenz Krankenhauses, geht auf die Ursachen, die Diagnostik und Therapie von GI Blutungen aus Sicht einer erfahrenen Gastroenterologin ein. Das kathetergestützte Verfahren der renalen Denervation hat bereits eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Auf anfänglichen Enthusiasmus folgten Rückschläge und Enttäuschung, die aber inzwischen einem begründeten Optimismus gewichen sind. Wann ein Patient mit therapierefraktärer arterieller Hypertonie für eine renale Denervation in Frage kommt und mit welcher Erfolgswahrscheinlichkeit beantwortet Prof. Mahfoud (Homburg) nach aktueller Studienlage.

Wir hoffen, dass Sie Interesse an den aktuellen Themen in der interventionellen Kardiologie, Rhythmologie und Hypertensiologie finden werden und freuen uns auf eine gemeinsame Fortbildung mit Ihnen im Industrieclub Düsseldorf.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen
Ihr

Prof. Dr. med. R. M. Klein

 

Weitere Informationen zu Ort, Zeit, Pogramm und Sponsoren finden Sie im folgenden Flyer: Flyer - 15. Symposium Aktuelles zur Kardiologie, Rhythmologie und Hypertensiologie (PDF-Download)